KI Produktfragen Handbuch.

So generierst du pro Produkt typische Fragen und Antworten per KI und zeigst sie als Chat oder FAQ auf der Produktdetailseite.

Systemvoraussetzungen

Shopware 6.7, ein API-Key bei einem der unterstützten KI-Anbieter und ein gültiger Lizenz-Token. Das Plugin gehört zur Stone & Water Plugin-Suite.

Installation

Die Direct-Variante wird per Upload im Admin installiert, ohne SSH-Zugang. Nach dem Aktivieren erscheint der Menüpunkt unter Erweiterungen, Stone & Water - Plugin Suite.

Lizenz aktivieren

Bis zur Aktivierung zeigt der Admin einen Lizenz-Bildschirm mit Eingabefeld. Die Prüfung ist an die Shop-Domain gebunden und arbeitet fail-closed: Ohne gültige Lizenz wird das Widget in der Storefront nicht ausgegeben. Bei Ausfall des Lizenzservers gilt eine Toleranz von drei Tagen, in denen weitergearbeitet werden kann.

Zur Domain: Admin-Prüfung und Storefront prüfen gegen denselben Host. Für Staging-Systeme brauchst du daher einen eigenen Lizenzeintrag.

Einstellungen öffnen

Im Admin unter Erweiterungen, Stone & Water - Plugin Suite, KI Produktfragen. Dort liegen Anbieter-Einstellungen, die Massen-Generierung und die Einzel-Generierung.

Anbieter und Modelle

Unterstützt werden vier Anbieter: OpenAI, Anthropic, Mistral und Google. Je Anbieter hinterlegst du einen API-Key und wählst ein Modell.

Die Modellliste wird gepflegt. Ältere Modelle bleiben am Ende der Liste mit dem Zusatz „älter" erhalten, damit bestehende Konfigurationen nach einem Update unverändert weiterlaufen. Bei Mistral zeigen die Einträge auf -latest-Aliase und damit automatisch auf die jeweils neueste Version.

Prompt-Anweisung

Über die Prompt-Anweisung steuerst du Inhalt und Tonalität der erzeugten Texte dauerhaft - etwa fachlich knapp, mit Fokus auf Anwendungsfälle oder in der Ansprache deines Shops.

Mehrsprachige Shops

Die Inhalte entstehen je Shopsprache. Für den Lauf werden die Produktdaten in der Zielsprache geladen, die KI schreibt in dieser Sprache, und die Einträge werden unter der passenden Sprache abgelegt. Die Storefront spielt dann automatisch die Texte der aktiven Shopsprache aus.

Sprache der Inhalte ist eine Mehrfachauswahl mit Chips. Der Lauf wird je gewählter Sprache einmal ausgeführt. Ohne Auswahl gilt die Systemsprache.

Über Sprache der Texte bestimmst du, woraus sich die Schreibsprache ergibt: automatisch aus dem Gebietsschema der Shopsprache oder fest gewählt. Die feste Wahl ist nützlich, wenn eine Shopsprache bewusst mit Texten in einer anderen Sprache gefüllt werden soll.

Zum Gebietsschema: Die Schreibsprache wird aus dem Gebietsschema abgeleitet, nicht aus dem Anzeigenamen der Shopsprache. Sprachen mit eigenem Namen wie „DE Aspire" werden dadurch richtig erkannt.

Mehrere Verkaufskanäle

Auch die Verkaufskanäle sind eine Mehrfachauswahl mit Chips, direkt über der Inhaltssprache. Der Lauf wird je Kombination aus Kanal und Sprache einmal ausgeführt und nutzt dabei die Einstellungen des jeweiligen Kanals. Ohne Auswahl gelten die allgemeinen Einstellungen.

Ist ein Kanal gewählt, umfasst der Lauf nur noch die diesem Kanal zugewiesenen Produkte - auch die Artikelanzahl in der Übersicht folgt dieser Auswahl. Eine ausdrückliche Produktauswahl hat weiterhin Vorrang.

Fortschritt und Fehler

Der Lauf öffnet ein Fenster, das zu Beginn den geplanten Umfang nennt: alle gewählten Kanäle und Sprachen. Währenddessen zeigt es den laufenden Durchgang als „x von y" samt aktuellem Kanal und aktueller Sprache, dazu einen Balken und die Zähler für Produkte, verarbeitete und übersprungene Artikel.

Fehlermeldungen bleiben im Klartext stehen, bis du das Fenster schließt. Statt „Keine Inhalte erzeugt" nennt die Meldung die tatsächliche Ursache: Fehlertext des KI-Dienstes, HTTP-Status, Abbruch wegen Länge oder Sicherheitsfilter, Ablehnung, Verbindungsfehler oder fehlende Produkt-Stammdaten in der gewählten Sprache.

Zeitgrenze: Eine Anfrage darf bis zu 120 Sekunden dauern. Lange Antworten im SEO-Fragenstil überschritten die frühere Grenze und galten fälschlich als Fehler.

Massen-Generierung

Der Massenlauf erzeugt Fragen, Antworten sowie Plus- und Minuspunkte für viele Produkte am Stück. Die Verarbeitung läuft in Teilpaketen, deren Größe du über die parallele Verarbeitung steuerst. Am Ende erhältst du eine Sammelmeldung mit erzeugten, übersprungenen und fehlerhaften Produkten.

Filter und Umfang

Nur aktive Produkte
Deaktivierte Produkte werden im Massenlauf übersprungen.
Nur neue Produkte
Produkte, für die bereits Texte existieren, werden ausgelassen.
Überschreiben
Vorhandene Texte werden ersetzt statt übersprungen.
Hersteller
Einschränkung auf ausgewählte Hersteller.
Anzahl
Begrenzt, wie viele Produkte ein Lauf verarbeitet.

Einzelnes Produkt neu generieren

Für gezielte Korrekturen gibt es einen eigenen Bereich mit Produktsuche über Name oder Artikelnummer. Mehrere Produkte lassen sich nacheinander auswählen; sie erscheinen als Chips unter dem Suchfeld und können per X wieder entfernt werden. Bereits gewählte Produkte werden aus den Suchtreffern ausgeblendet.

Optional gibst du eine zusätzliche Anweisung mit, die nur für diesen Lauf gilt - etwa ein inhaltlicher Schwerpunkt oder eine andere Tonalität. Sie wird zusätzlich zur konfigurierten Prompt-Anweisung übergeben.

Ausnahme mit Absicht: Im Einzel-Modus wird das gewählte Produkt immer verarbeitet, auch wenn „Nur aktive Produkte" eingeschaltet ist.

Die gezielte Erzeugung liegt in einem eigenen Reiter „Einzelne Produkte" zwischen Generierung und Einstellungen; der Reiter Generierung enthält nur noch den Sammellauf.

Die Suche findet Produkte über den Namen und über die Artikelnummer, Varianten eingeschlossen. Eine gewählte Variante wird auf ihr Hauptprodukt aufgelöst und dessen Nummer angezeigt; fehlt einer Variante der eigene Name, dient die Artikelnummer als Name.

Zu Variantennummern: Nummern wie „AS02379-01" gehören zu Varianten. Die Suche prüft exakten Treffer, Großschreibung, Teiltreffer und die Basisnummer - alle vier Wege führen zum Hauptprodukt.

Darstellung auf der Produktseite

Auf der Produktdetailseite erscheint ein Chat-Bereich mit Überschrift, Eingabefeld und Senden-Button. Die mitgelieferten Standardtexte lauten „Frage mich alles über dieses Produkt" als Überschrift und ein Hinweis darunter, dass der digitale Berater wie ein Mensch auch einmal danebenliegen kann.

Findet die KI zu einer Frage keine Grundlage, antwortet sie mit einem klaren Hinweis statt zu raten. Bei technischen Störungen erscheint eine Fehlermeldung mit der Bitte, es später erneut zu versuchen.

Quick-Facts einblenden

Oberhalb von Chat und FAQ lässt sich eine Reihe kompakter Chips mit den Eckdaten des Artikels einblenden: Artikelname, Artikelnummer, Hersteller, Verfügbarkeit und Preis. Jede Angabe ist einzeln zuschaltbar, und zwar je Verkaufskanal.

Wählst du keine einzige Angabe aus, erscheint der Bereich gar nicht - die Chips sind also vollständig optional.

Tipp: Weniger ist hier meist mehr. Zwei bis drei Angaben wirken als schneller Überblick, fünf Chips konkurrieren mit den Produktdaten darüber.

Varianten im Chat

Wählt der Kunde auf der Produktseite eine Variante - etwa Farbe oder Größe -, werden die gewählten Optionen der KI als Zusammenhang übergeben. Die Antworten beziehen sich damit auf die tatsächlich betrachtete Ausführung statt allgemein auf das Produkt.

Hat eine Variante keine eigene Beschreibung, greift das Plugin auf die des Hauptprodukts zurück. Damit bleiben die Antworten auch dann brauchbar, wenn die Varianten nur dünn gepflegt sind.

Plus- und Minuspunkte

Neben den Fragen und Antworten erzeugt das Plugin je Produkt eine Liste mit Plus- und Minuspunkten, die als eigener Block ausgegeben wird - gekennzeichnet mit dem Hinweis, dass sie vom KI-Produktberater stammen.

SEO-Einstellungen

Vier Einstellungen wirken auf die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Alle sind voreingestellt aus, bestehende Installationen ändern sich also nicht von selbst.

Eigene URL je Frage: Jede Frage bekommt eine teilbare Adresse und öffnet sich beim Aufruf automatisch. Wahlweise erscheint daneben ein Ketten-Symbol zum direkten Kopieren.FAQ-Auszeichnung: Die Fragen werden als FAQPage ausgezeichnet, damit Suchmaschinen sie in den Ergebnissen darstellen können. Die Adressen einzelner Fragen sind enthalten, sofern aktiviert.SEO-Fragenstil: Die Fragen werden als ausformulierte Suchanfragen erzeugt, die Antworten auf 40 bis 60 Wörter angelegt. Wirkt ab der nächsten Erzeugung.Interne Verlinkung: In den Antworten erwähnte Produkte werden auf ihre Produktseite verlinkt, höchstens drei je Antwort. Verlinkt werden Cross-Selling-Partner und Artikel desselben Herstellers.
Wichtig: Die FAQ-Auszeichnung setzt voraus, dass die Inhalte serverseitig ausgegeben werden. Ist das abgeschaltet, weist der Admin unterhalb des Schalters darauf hin.

Eigene FAQ-Unterseite je Produkt

Mit dieser Einstellung erscheinen alle Fragen eines Artikels zusätzlich als eigenständige, indexierbare Seite. Sie enthält die Fragen samt Antworten, die Plus- und Minuspunkte, einen eigenen Seitentitel mit Beschreibung und einen Rückverweis auf das Produkt. Das Widget verlinkt unterhalb der Fußnote dorthin.

Über "URL-Aufbau der FAQ-Unterseite" bestimmst du die Adresse: Produkt-ID, Artikelname, Artikelnummer oder Artikelname und Artikelnummer zusammen. Umlaute und Sonderzeichen werden dabei sauber in URL-taugliche Zeichen übersetzt.

Bereits geteilte Links bleiben gültig: Die Seite löst alle Adressvarianten auf, auch die reine Produkt-ID. Ein Wechsel des Musters bricht also keine Links, die schon im Umlauf sind.

Die Adresse der Unterseite nutzt den vollständigen Artikelnamen, an einer Wortgrenze bei 255 Zeichen gekürzt - genauso wie Shopware es bei SEO-Adressen tut. Frühere Kürzungen bei 80 Zeichen bleiben über Rückfallwege auflösbar, bereits geteilte Links funktionieren also weiter.

Robuste Auflösung: Eine Namensadresse wird mehrstufig aufgelöst - zuerst gegen die kanonischen SEO-Adressen des Verkaufskanals, dann über eine gezielte Namenssuche, zuletzt über die Volltextsuche. Bei sehr langen Namen folgt ein zweiter Versuch mit gekürztem Suchbegriff, und ist das Ergebnis ein Variantenvater ohne eigene Kanal-Sichtbarkeit, greift ein Varianten-Rückfall.

Umfang der Erzeugung

In der Massenerzeugung bestimmt die Auswahl "Umfang", was neu erzeugt wird. Mit "Nur Plus-/Minuspunkte" bleiben die bestehenden Fragen unangetastet - nützlich, wenn die Fragen bereits indexiert sind und nur die Bewertung überarbeitet werden soll.

Für einzelne Produkte gibt es dafür einen eigenen Knopf. Beides spart Kosten beim KI-Anbieter, weil nur der gewünschte Teil neu erzeugt wird.

Erzeugung je Verkaufskanal

Die Kanalauswahl steht auch im Reiter Erzeugung zur Verfügung. Massen- und Einzelerzeugung nutzen dann die Einstellungen des gewählten Kanals: KI-Anbieter, Sprache, Anzahl der Fragen, Fragenstil und die gewählten Produktangaben.

Hinweis zum Speichern: Beim Speichern mit ausgewähltem Kanal werden nur noch tatsächliche Abweichungen von der allgemeinen Einstellung hinterlegt. Überflüssige Überschreibungen werden dabei aufgeräumt, damit spätere allgemeine Änderungen wieder durchschlagen.

Berechtigungen und Schutz

Die Verwaltungszugriffe des Plugins sind an eigene Berechtigungen gebunden, getrennt nach Ansehen und Bearbeiten. Wer im Shopware-Admin nur lesende Rechte hat, kann also Statistiken sehen, aber nicht erzeugen oder löschen.

Die Freitext-Eingabe im Shop - also die Möglichkeit, eine eigene Frage zu stellen - ist ausdrücklich abgeschaltet, bis du sie einschaltest. Ist sie aktiv, werden Anfragen je Absender gedrosselt: höchstens acht pro Minute, danach weist der Shop weitere Anfragen ab.

Warum das zählt: Ohne Drosselung könnte ein einzelner Besucher über die Freitext-Eingabe beliebig viele KI-Anfragen auf deine Kosten auslösen.

Wo die Texte gespeichert werden

Die Texte liegen in der eigenen Tabelle staw_product_question_direct. Die Direct- und die Store-Variante nutzen bewusst getrennte Tabellen und können dadurch parallel betrieben werden. Beim Update von einer älteren Version wird eine vorhandene alte Tabelle automatisch umbenannt, die Daten bleiben erhalten.

Problemlösung

Das Widget erscheint nicht im Shop

Ohne gültige Lizenz wird es bewusst nicht ausgegeben. Prüfe außerdem, ob für das Produkt überhaupt schon Texte erzeugt wurden.

Die Generierung bricht ab oder meldet Fehler

Meist fehlt ein gültiger API-Key oder das gewählte Modell ist beim Anbieter nicht freigeschaltet. Die Sammelmeldung am Ende des Laufs nennt die Anzahl der Fehler.

Produkte werden übersprungen

Das ist der Normalfall bei aktivem „Nur neue Produkte" oder wenn Texte bereits existieren und „Überschreiben" aus ist.

Die Lizenz wird im Admin abgelehnt

Die Prüfung nutzt den Host der Anfrage. Rufst du den Admin über eine andere Domain auf als die lizenzierte, schlägt sie fehl.

Support

Bei Fragen zur Anbieterwahl, zu Prompt-Anweisungen oder zur Lizenz helfen wir gern. Schreib uns über die Kontaktseite oder an info@stoneandwater.online.

Über den Store oder direkt bei uns.

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